Die Natur ist kommunistisch


Unsere Familie ist kommunistisch, denn wir versuchen als Eltern niemals einen Vorteil auf Kosten unserer Kinder zu erlangen oder diese auzubeuten.

Unsere eigene Familie ist beispielsweise kommunistisch, denn wir versuchen uns als Eltern niemals einen Vorteil anhand eines Nachteils unserer Kinder zu erlangen. Wir versuchen als Gemeinschaft (Familie) so gut es geht zu überleben und wenden jedwedes Leid von dieser kleinsten Gemeinschaft ab, bis hin zur Selbstopferung.

Vielleicht aber zu Beginn eine kurze Begriffserklärung, denn viele Leser denken bei Kommunismus sicherlich an das gescheiterte sozialistische System der Ostblockstaaten. Aber nein, dies ist mit Kommunismus nicht gemeint.

Kommunismus (lateinisch: communis, gemeinsam) beschreibt das Verhalten des einzelnen Individuum zur Kommune bzw. seiner Gemeinschaft und grundsätzlich können wir unterstellen, das alle Lebewesen dieses Planeten in einer gewissen Gemeinschaft positiv zugewandt leben.

Sogar die nach unserer moralischen Auffassung herzlosesten Tiere wie Löwen oder Hyänen werden alles daran setzen, das ihre Gemeinschaft überlebt. Individuelle Stärken des Einzelnen kommen der Gemeinschaft zu gute, statt irgendwelchen Machtgelüsten zu fröhnen wie wir Menschen es gerne tun.

Auch das eingangs erwähnte Verhältnis innerhalb einer Familie ist als kommunistisch anzusehen. Niemand wird sich zum Herrscher und Diktator innerhalb einer Familie aufschwingen, um andere zu unterdrücken oder Leid zu verbreiten. Die Gesundheit aller Mitglieder dieser kleinen Zelle liegt uns am Herzen, da dies unmittelbare Rückwirkung auf uns selbst hat. Positives Verhalten bestärkt einzelne Individuen, die Ihrerseits ein solches Verhalten zurückspiegeln werden.

Gewinnmaximierung ist in der Natur nicht zu finden. Kein natürliches Wesen, abgesehen vom Menschen, ist darauf bedacht Gewinne anzuhäufen mit dem Ziel sich persönlich zu bereichern und einen Vorteil auf Grundlage des Schadens eines anderen zu erwirtschaften.

Es ist nicht sinnvoll 12 Brote vorzuhalten, wenn mich bereits eines satt machen kann und jedes Mitglied der Gemeinschaft ebenfalls eines hat.

Sicherlich häufen die einen oder anderen Lebewesen Reserven an, jedoch dienen sie nicht als Überschussreservoire, sondern sichern beispielsweise das Überleben in einem harten Winter ab.

Ein weiteres, vielleicht auch greifbareres Beispiel sind Unternehmen, Betriebe und Firmen. Das Kollegium solcher Institutionen hat schon fast familiären Character, mit der Folge, das die Mitglieder in dieser Gemeinschaft fast vorbehaltlos positiv zueinander eingestellt sind, es herrscht ausgeprägte Höflichkeit untereinander und die Hilfsbereitschaft ist ohne jedwedes finzanzielle Interesse sehr ausgeprägt.

Natürlich kippen alle diese Beispiele ins negative, sobald externe Faktoren auf das System einwirken die mit dem Ziel der Profitgewinnung oder ähnliches einhergehen. Diese äußeren Faktoren dienen jedoch nicht der Gemeinschaft, sondern es profitieren nur einige wenige Individuen die veilleicht zufällig eine Aktie des Unternehmens besitzen oder Shareholder sind.

Der positive Gemeinschaftseffekt wird zugunsten weniger einzelner Personen geopfert - das ist falsch und unnatürlich (was uns auch die täglichen Welt-Nachrichten spiegeln).

Ich hoffe die wenigen Beispiele und Erklärungsversuche konnten zeigen, das Kommunismus (nach strenger Begriffsdeutung) ein vollkommen natürliches System ist und gemeinschaftliches Zusammenleben ein Garant für das Überleben einer Spezies ist.

Auch der Mensch selbst hat 90% seiner bisherigen Existenz auf diesem Planeten in dieser Form gelebt, erst die Industriealisierung und das maßlose streben nach Profit haben in der aktuellen Epoche zur gemeinschaftsfeindlichen Ausbeutung des Menschen durch den Menschen geführt. Die Folge, der Planet und die Natur sind maßlos geschunden, nur um eine gute Bilanz auf dem Konto des Establishments zu haben.

Wie wir aktuell sehen, hat dieses Modell nur Leid und Elend über den Planeten gebracht - sicherlich ist es ein Erfolgsmodell für einige wenige Menschen (etwa 1% - 10% der Menschen) die sich persönlich bereichern und als "Superreiche" gelten, jedoch kein Erfolgsmodell für die gesamte Menschheit und dies wäre der wesentlich größere Teil unserer Spezies.

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Glossen:



Datum: Mon, 28 Dec 2020 08:27:00 • Aufrufe: 244

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